Dokumentation
Aghet – Ein Völkermord
Der 90-minütige Dokumentarfilm “Aghet” (armenisch: “die Katastrophe”) von Eric Friedler erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs: dem Genozid an den Armeniern, bei dem bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanisch-Türkischen Reich starben. Dieser Völkermord wird allerdings bis heute von der Türkei als historische Tatsache nicht anerkannt und von der Welt weitgehend ignoriert. “Aghet” beschäftigt sich mit den politischen Motiven für das bis heute andauernde Schweigen. Für den Film wurde der Verlauf des … [weiterlesen]
Postcard to Daddy
Michael Stock wurde im Alter zwischen acht und 16 Jahren von seinem Vater immer wieder sexuell missbraucht. Weder seine Geschwister, die der Vater nie antastete, noch seine Mutter ahnten seinerzeit etwas von dem Vorgängen. Erst im Alter von 19 Jahren vertraute sich Stock seiner Mutter an. Die brach daraufhin mit ihrem Mann, ebenso wie die Tochter, lediglich Michael Bruder hat noch Kontakt zum Vater. Filmemacher, Drehbuchautor und Schauspieler Michael Stock beschäftigte sich zwei Jahrzehnte mit … [weiterlesen]
Eins plus eins – Sympathy for the Devil (OmU)
Was haben die Rolling Stones, die Black Panthers, eine liberale Revoluzzerin namens Eve Democracy und ein faschistischer Porno-Buchhändler gemeinsam? “One Plus One” gibt die Antwort, per Addition, jedoch ohne kalkulierbares Ergebnis … “One Plus One” ist die Summe aus den musikbesessenen Rolling Stones bei der Entwicklung ihres wohl größten Songs “Sympathy for the Devil” und den aggressiven Black Panthers im Kampf um die Emanzipation des schwarzen Volkes. Hinzuaddiert wird das Interview einer passiven Frau namens … [weiterlesen]
Im Tal der grossen Buddhas
Fast schon hat es die Welt vergessen: Im März 2001 wurde im afghanischen Bamiyan-Tal im Auftrag der Taliban uralte, riesige Buddha-Statuen gesprengt. Zeigte die Taliban damit doch ihre Respektlosigkeit, ja Verachtung vor anderen Religionen und zerstörte ungeachtet vieler Proteste unwiederbringlich ein Weltkulturerbe. Dokumentarfilmer Christian Frei nahm sich das Geschehen erneut vor. Mit faszinierenden Bildern dokumentiert der Schweizer Filmemacher Frei (sein Werk “War Photographer” wurde für den Oscar nominiert) jene Ereignisse um die Zerstörung der Figuren, … [weiterlesen]
Nobody’s Perfect (2008)
Am Anfang stand der Traum von der harmlosen und völlig ungefährlichen Schlaftablette: Contergan wurde rezeptfrei an Millionen von Frauen – darunter auch viele Schwangere – abgegeben. Doch aus dem Wunsch- wurde ein Albtraum: 5000 Kinder wurden mit schwersten Missbildungen geboren, nur die Hälfte überlebte. Weltweit sind 12000 Contergan-Opfer registriert. Eines dieser Opfer ist der Kölner Filmemacher Niko von Glasow, der an seinen kurzen Arme selbst als längst erwachsenes “Contergankind” zu erkennen ist. Für seinen Dokumentarfilm … [weiterlesen]
Ihr Name ist Sabine
Als Kind war Sabine ein quirliges Mädchen. Doch schon damals brauchte sie besondere Betreuung. In der Schule rief man sie “verrückte Sabine”, sie wurde in eine Sonderschule geschickt. Doch auch dort blieb sie nicht lange, viele Jahre lebte sie zu Hause, bis sie 28 wurde. Sie bastelte Puppen und lernte Klavier spielen, sie spielte Schubert und Bach. An Autismus dachte damals niemand. Der Tod ihres Bruders und der Umzug mit der Mutter stürzt Sabine in … [weiterlesen]
Auge in Auge – Eine deutsche Filmgeschichte
auge in auge – eine deutsche filmgeschichte deutschland 2008 (105 min.) regie: michael althen u. hans helmut prinzler tvrip, xvid, 1050 mb Eine Dokumentation, die hundert Jahre deutscher Filmgeschichte aus dem Blickwinkel deutscher Filmschaffender wiedergibt. So erklären etwa die Regisseure Caroline Link, Doris Dörrie, Tom Tykwer, Wim Wenders, Dominik Graf, Christian Petzold, Andreas Dresen, der Kameramann Michael Ballhaus und der Schauspieler Hanns Zischler mit szenischen Beispielen ihre Liebe zum deutschen Kino. Gerade die persönliche Sicht … [weiterlesen]
Nur Himmel und Dreck
Im September 1959 startete eine französische Expedition nach Neuguinea in Gebiete der zweitgrößten Insel der Erde, die weitgehend noch unerforscht waren und auf den damaligen Karten auch nur grob eingezeichnet. Bis April soll die Erkundungsreise dauern, die der Französe Pierre-Dominique Gaisseau leitete, der dann auch die Regie für die Dokumentation dieser Reise übernahm. Unter dem Titel “Sieben Monate unter Kannibalen” wurde der Film teilweise verliehen – und das zeigt auch, worum es geht… Das Volk, … [weiterlesen]
Die Kinder vom Friedrichshof
Der Friedrichshof, die Kommune des Wiener Aktionskünstlers Otto Mühl, war eines der umstrittensten künstlerischen und gesellschaftlichen Experimente der 70er Jahre. Gemeinsame Sexualität, Gemeinschaftseigentum, die Verbindung von Happening und Körperkunst sowie die konsequente Aufhebung jeglicher Zweierbeziehungen sollte das ideale Fundament für dieses Unterfangen bilden. Das herausragende Ziel dieser österreichischen Kommune war Mühls’ Projekt Dritte Generation/Kinderproduktion, mit dem Mühl einen völlig neuen Menschen heranziehen wollte. Zwanzig Jahre später, im Sommer 1991, wurde Mühl verhaftet, die Kommune aufgelöst. … [weiterlesen]

