vor 1939
Von morgens bis Mitternacht
Der Kassierer einer Bank stiehlt eine hohe Geldsumme, um ein besseres Leben führen zu können. Er stürzt sich in die Vergnügungen der Großstadt, doch letztlich findet er nirgendwo das, wonach er sucht. Als sich der flüchtige Dieb einer Schwester der Heilsarmee anvertraut, meldet ihn diese bei der Polizei – mit tödlichen Konsequenzen… “Von morgens bis Mitternacht” war zu seiner Zeit offenbar nur in Privat- und Sonderaufführungen gezeigt worden. Lange Zeit danach galt der Film als … [weiterlesen]
Vier Leichen auf Abwegen (1938)
orig.Titel: A Slight Case of Murder Die Prohibition ist abgeschafft – Alkohol ist wieder legal. Und das bedeutet: Schwarzhändler Remy Marco muss sich umstellen. Ab sofort ist sein Bierhandel kein Syndikat mehr, sondern ein Unternehmen. Angestellte waren bisher Flachhirne und Armleuchter – jetzt sind sie Geschäftspartner. Und Marco wird auch nicht mehr als „Boss“ angeredet. Jetzt sagt man „Sir“. Denn ab sofort ist alles ganz legal, kapiert? Edward G. Robinson zieht als Marco sein legendäres … [weiterlesen]
Der FBI-Agent – G-Men (1935)
Brick Davis ist als Anwalt nicht sonderlich erfolgreich. Als ein früherer Freund von ihm Opfer von Gangstern wird, mit denen Davis engen Kontakt hat, entschließt sich der junge Mann, als FBI-Agent einen neuen Anfang zu machen. Special-Agent Jeff McCord hat erhebliche Vorbehalte gegen Davis, dem nicht gerade der beste Ruf vorausgeht. Er amüsiert sich hämisch, wenn der ihm zugeteilte junge Mann in der Ausbildung hart herangenommen wird. Das macht ihn Davis nicht gerade sympathisch, um … [weiterlesen]
Die Erbschaft (1936)
Das Ehepaar Meier ist so ärmlich möbliert, dass selbst der Gerichtsvollzieher leer ausgeht. Das Blatt scheint sich zu wenden, als ein Notar die Nachricht von der Erbschaft einer Wohnungseinrichtung überbringt. Während Karl seiner Arbeit nachgeht, lässt seine Frau die alten Möbel zu Brennholz verarbeiten. Als die neuen Möbelstücke gebracht werden, erweisen sich diese jedoch als Einrichtung in Miniaturausführung. Am Ende stellt sich heraus, dass die Erbschaft nicht für Meier sondern für Maier, einen kleinwüchsigen Nachbarn … [weiterlesen]
Der Firmling (1934)
Firmpate und Firmling haben schon das eine oder andere Glas über den Durst getrunken, als sie eine edle Weinkneipe betreten, in die sie eigentlich nicht richtig hineingehören. Sie stoßen aus Versehen den Tisch um und werden von der hochnäsigen Bedienung nicht freundlich behandelt. Der Pate bestellt einen Emmentaler, der hier Affentaler heißt und in einer Flasche serviert wird. So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Schnapsflasche zu leeren. Während der Firmling die Toiletten aufsucht, … [weiterlesen]
Im Schallplattenladen (1934)
Karl Valentin betritt einen Schallplattenladen – und damit beginnt für die Verkäuferin Liesl Karlstadt ein Martyrium. Er lässt sich alles vorführen, mäkelt an allem herum, möchte viereckige Platten ohne Loch. Die Situation eskaliert, Liesl Karlstadt resigniert und ihr Kunde tobt sich aus. Etliche Grammophonplatten und Teile des Interieurs gehen zu Bruch. Hier lassen sich bestens die Mechanismen Valentinesker Komik ablesen: Am Anfang steht die Provokation, das grausame Spiel mit dem Nerven des Gegenübers, es folgen … [weiterlesen]
Orchesterprobe (1933)
Ein aufgeblasener Kapellmeister und ein rebellischer Musiker geraten sich während einer Orchesterprobe ständig in die Haare. Nach längeren Diskussionen duellieren sie sich mit Taktstock und Geigenbogen, aber die Probe mit dem Orchester geht noch weiter. Schließlich soll Valentin den Paukisten vertreten, hat aber Probleme mit den Notenblättern. Die Orchesterprobe versinkt in unbeschreiblichem Chaos und Valentin gönnt sich zum Schluss einen wohlverdienten Schluck aus seinem Maßkrug. Eine Besonderheit der alten Münchner Sprache ist hier auffällig: Der … [weiterlesen]
Im Photoatelier (1933)
Wenn der Chef eines Fotoateliers drei Tage verreisen will, dann lässt er den Betrieb in Obhut seiner Gesellen zurück. Doch wenn die Gesellen Liesl Karlstadt und Karl Valentin heißen, ist das Chaos vorprogrammiert und auch die Kunden nicht mit normalen Maßstäben zu messen. Wann lässt sich sonst z. B. ausgerechnet ein Scharfrichter fotografieren, ohne sich zum obligatorischen Lachen oder wenigstens Lächeln überreden zu lassen. Und was würde der Meister tun, wenn die Kunden größer sind, … [weiterlesen]
Spione küßt man nicht
Ob in romantischen Komödien, ob als Detektiv (“Der dünne Mann”) oder in Spionage-Geschichten, William Powell war stets der leicht zynische Gentleman mit den besten Manieren und in Anzügen von unfehlbar gutem Geschmack. Auf jedem Parkett bewegte er sich mit traumwandlerischer Sicherheit und es bedurfte schon einer Menge Tumult, seine Contenance zu erschüttern. Dreimal wurde der Publikumsliebling für einen Oscar nominiert. Hier in einer Spionagegeschichte und Komödie nach einem Tatsachenbericht aus dem 1. Weltkrieg spielt Powell … [weiterlesen]
Zu neuen Ufern
Die bildschöne Gloria, Sängerin frivoler Chansons, wartet vergeblich auf ihren Geliebten. Für Sir Albert Finsbury hatte sie alle Schuld an seinem Wechselbetrug auf sich genommen und wurde nach Australien deportiert. Nur eine Ehe mit dem Farmer Henry bewahrt sie vor dem Gefängnis. Gloria kann fliehen. Doch ihre Enttäuschung ist groß, als sie Zeugin der Verlobung ihres Geliebten mit einer Anderen wird. Klassisches UFA-Melodram, mit dem Zarah Leander über Nacht zum großen weiblichen Kinostar Deutschlands wurde. … [weiterlesen]

