Rainer Werner Fassbinder
Despair – Eine Reise ins Licht
Der Schokoladenfabrikant Hermann Hermann (Dirk Bogarde) befindet sich in einer miflife-crisis. Seine Frau (Andrea Ferréol), die er ohnehin für schwachsinnig hält, hat sich einen Liebhaber genommen (Volker Spengler), sein Unternehmen steht vor dem Bankrott, der Nationalsozialismus ist im Vormarsch. Da schmiedet er einen verzweifelten Plan; er will versuchen, die Identität eines anderen Mannes anzunehmen. Er überredet einen Landstreicher, Felix (Klaus Löwitsch), die Kleider mit ihm zu tauschen und hofft außerdem, dass die Ähnlichkeit zwischen ihnen … [weiterlesen]
Welt am Draht
Teil I: Im Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung können mit dem Computer Simulacron politische, gesellschaftliche und ökonomische Vorgänge der Zukunft derart exakt simuliert werden, als fänden sie bereits heute statt. Der Leiter dieses Forschungsprojekts Vollmer begeht eines Tages unter merkwürdigen Umständen Selbstmord. Nachfolger wird sein bisher engster Mitarbeiter Dr. Fred Stiller. Er glaubt nicht an den Selbstmord Vollmers. Er behauptet, der Sicherheitsbeauftragte des Instituts sei spurlos verschwunden. Stiller muss sich gegen Pressionen des Stahlkonzerns Hartmann … [weiterlesen]
Bremer Freiheit
Die Handlung der Fernsehspiels basiert auf Fassbinders gleichnamigen Bühnenstück und orientiert sich an einem authentischen Fall der Bremer Stadtgeschichte. Gesche Gottfried gilt unter ihren Mitbürgern als ehrbare und gottesfürchtige Frau. Im Jahr 1831 wird sie jedoch wegen fünfzehnfachen Mordes, begangen an ihren Eltern, Kindern, Ehemännern und anderen Personen, öffentlich hingerichtet. Fassbinder konzentriert sich in seinem Film auf die Figur der Giftmörderin (gespielt von Margit Carstensen) und die sozialen und psychologischen Hintergründe, die zu ihren Taten … [weiterlesen]
Wildwechsel (1973)
Die 14-jährige Hanni wird von ihren Eltern wie ein kleines Kind behandelt. Als sie den 19-jährigen Franz kennen lernt, schläft sie mit ihm, weswegen er aufgrund von Verführung einer Minderjährigen im Gefängnis landet, wegen guter Führung jedoch vorzeitig freigelassen wird. Hanni sagt zwar über ihre Beziehung, dies sei nur körperlich geschehen, bei Franz allerdings ist es wahre Liebe.
Ich will doch nur, daß ihr mich liebt
Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der wegen Totschlags im Affekt zu zehn Jahren Haft verurteilt worden ist. Die Psychologin Erika Runge befragt ihn zu seinem Leben und seinen Tatmotiven. Der junge Maurer Peter (Vitus Zeplichal) erlebt bei seinen reichen Gastwirt-Eltern eine lieblose Kindheit. Als es ihm nicht gelingt, durch Unterwerfung und Wohlverhalten die Zuneigung seiner Eltern zu erlangen, heiratet er überstürzt und zieht in die Großstadt, wo er die verkrampften Anstrengungen, sich … [weiterlesen]
Das Kaffeehaus (1970)
Sie treffen sich alle in Ridolfos Kaffeehaus: Der spielsüchtige Eugenio und seine treue Vittoria, die Sängerin Lisaura, die nicht nur vom Gesang lebt, der Diener Trappolo mit dem Goldschatz aus Arizona unter der Matratze und das Klatschmaul Don Marzio – und auch die schöne Fremde Placida auf der Suche nach ihrem Ehemann, der als Graf Leander in Pandolfos Spielsalon nebenan Kasse macht. Fassbinder hat die Bühnen-Satire Das Kaffeehaus des großen italienischen Komödiendichters und Moliere-Zeitgenossen Carlo … [weiterlesen]
Acht Stunden sind kein Tag
“Familienserien sind für ein großes Publikum gedacht; und daran sollte man auch nichts zu ändern versuchen!” sagt Rainer Werner Fassbinder, Autor und Regisseur der 5teiligen Familienserie Acht Stunden sind kein Tag. Um eine “schöne populäre Art” müht er sich und nimmt die Unterhaltungsbedürfnisse des Publikums ernst – gerade weil in dieser Familienserie so einiges anders ist als bei früheren Exemplaren dieses Genres. Die Figuren sind nicht Bürger einer oberflächlichen, heilen Welt, sondern Menschen, die über … [weiterlesen]
Der Stadtstreicher & Das kleine Chaos
Das kleine Chaos (1967, 9 Min.) Die drei Protagonisten Franz, Theo und Marite sind in München als Gruppe von jungen Hausierern für Zeitschriften-Abonnements tätig, werden aber an den Haustüren regelmäßig und zum Teil recht unfreundlich abgewiesen. Eines Tages überfallen sie – frustriert und in chronischer Geldnot befindlich – die Wohnung einer Frau und berauben diese erfolgreich ihrer Ersparnisse. Als sie nach einer mit Wagner unterlegten kleinen Feier in der Wohnung des Opfers überlegen, was sie … [weiterlesen]
Berlin Alexanderplatz (1980)
1928: Franz Biberkopf wird aus der Strafanstalt Berlin Tegel entlassen. Er saß eine Strafe ab, weil er seine Freundin Ida erschlagen hat. Jetzt hat er Schwierigkeiten sich wieder im normalen Leben zurechtzufinden. Er schwört, ein ehrliches Leben zu führen und vertraut dabei auf die Mithilfe Linas. Doch die Arbeitsmarktsituation zwingt Biberkopf zu Tätigkeiten gegen seine Überzeugung und gegen die politische Einstellung seiner Freunde: Er verkauft den ‘Völkischen Beobachter’. Die Notlage bringt ihn in Gewissenskonflikte und … [weiterlesen]
Die Ehe der Maria Braun
Maria und Hermann Braun werden während des Zweiten Weltkrieges getraut. Einen halben Tag und eine Nacht sind sie zusammen, dann muss Hermann an die Ostfront zurück. 1945, bei Kriegsende, wird er in Russland vermisst. Außer Maria glaubt niemand, dass Hermann noch lebt. Selbst wenn Maria auf dem schwarzen Markt die notwendigen Dinge für sich und ihre Mutter ertauscht, trägt sie ein Schild mit Hermanns Foto um den Hals: Sie hofft, heimkehrende Soldaten können ihr Auskunft … [weiterlesen]

